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Wir wollen hoch hinaus - zu Gast bei der Großkanzlei Skadden

Aktualisiert: vor 7 Tagen


Viele Blicke richten sich auf unsere Schwäne in der Lobby des TaunusTurms in Frankfurt am Main. Umgeben von zahlreichen Herren in Anzügen fällt unsere Gruppe natürlich sofort auf. Wo wir wohl hinwollen? In den 20. Stock! Denn in der Konferenzetage der internationalen Wirtschaftskanzlei Skadden wartet auf uns ein Wochenende voller Einblicke, Erkenntnisse und Empowerment!


Nach einer Begrüßung durch Anke Sessler, eine von acht Partner:innen bei Skadden in Deutschland, bekommen unsere 16 Juristinnen-Schwäne die erste herausfordernde Aufgabe: Sie sollen eine Fallstudie lösen, in der es um den Verkauf eines Automobilzulieferers geht. Sie werden in Gruppen aufgeteilt, die die Käuferin bzw. Verkäuferin vertreten, und müssen sogar mit London telefonieren, um mit der Bank die Kreditbedingungen für den Kauf auszuhandeln.


Beim anschließenden Abendessen können sie in entspannter Atmosphäre mit Skadden-Anwältinnen und Referendarinnen netzwerken, alle Fragen rund um das Thema Großkanzlei klären und bei der Gelegenheit klären, welchen Gang sie mit welcher Gabel essen sollen.


Am Samstag geht es intensiv weiter: Trainerin Fatma Erol-Kilic (https://www.fatma-ek.de und Sonderzeichen ergänzen) zeigt unseren Schwänen, wie in männerdominierten Arbeitsumgebungen Macht kommuniziert wird und wie sie sich in diesem Umfeld behaupten können. Wie gehe ich damit um, wenn jemand gezielt meine Idee klaut und sie als seine eigene verkauft, das so genannte Hepeating (Link ergänzen). Fatma ist da knallhart: „So ein Foulspiel gehört sofort und in gleicher Härte retourniert, sonst hast du das Machtspiel verloren!“


Wie genau das aussehen kann, üben die Teilnehmerinnen in mehreren Rollenspielen. Auch sexistische oder rassistische Kommentare und Übergriffe sind Thema - dabei ist Fatma vor allem wichtig, den Druck herauszunehmen, schnell und originell reagieren zu müssen. Was tun, wenn sie in einem Machtgefälle passieren? Wenn ein Richter fragt, ob du Türkin oder Araberin bist? Fatmas Antwortvorschlag: „Düsseldorferin. Und woher kommen Sie, Herr Richter?“


Skadden-Anwältin Sarah Johnen teilt spezifische Einblicke, wie sich Fatmas Inhalte auf die Welt der Großkanzleien übertragen lassen und gibt Tipps für den Berufsalltag: „Stellt euch regelmäßig die Frage: Kann ich mich hier noch entwickeln, kann ich hier noch etwas lernen?“


Trotz des langen Tages machen unsere Jura-Schwäne nachts noch die eine oder andere (Karaoke-)Bar unsicher und schaffen es am Sonntag trotzdem pünktlich wieder in die Konferenzetage im 20. Stock. Bei einer Gesprächs- und Feedbackrunde mit den Skadden-Anwältinnen ziehen sie Bilanz: „Danke, dass ihr uns auf Augenhöhe begegnet seid - ihr habt mir auf jeden Fall die Angst vor Großkanzleien genommen. Und wenn ich jetzt die Wolkenkratzer Frankfurts anschaue, dann weiß ich, dass da auch ganz normale Leute arbeiten.“ Gut kommt auch das Format mit SWANS an: „Wenn ich mir jetzt eine Stelle in einer Großkanzlei vorstellen kann, dann bei Skadden. Durch eure Kooperation mit SWANS sehe ich, dass ihr wirklich an euren Strukturen arbeitet - das bedeutet mir viel.“


Bei der abschließenden Empowerment-Runde teilen unsere Jura-Schwäne ihre Erfahrungen damit, unterschätzt zu werden und wie es ist, in jungen Jahren viel Verantwortung zu übernehmen und Verpflichtungen zu haben, die im Lebenslauf und bei Bewerbungsverfahren nicht gewürdigt werden. Die gemeinsamen Erfahrungen schweißen zusammen - und geben uns die Energie, nach dem Wochenende wieder darauf hinzuarbeiten, dass wir die Jobs bekommen, die wir uns verdient und erarbeitet haben. Zum Beispiel über den Dächern Frankfurts bei Skadden - die ersten Teilnehmerinnen haben schon eine Zusage für ein Praktikum in der Tasche.